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Helfer gesucht

„Rödermärker Brotkorb“ braucht zur Neuöffnung dringend neue Helfer

Zehn traurige Absagen aus Gesundheits- oder Altersgründen.

In den letzten Monaten hatte der ökumenisch betreute „Rödermärker Brotkorb“ im Keller des Gemeindehauses der Petrusgemeinde an vielen Donnerstagen ganz geschlossen bleiben müssen oder höchstens eine gelegentliche Sonderöffnung bekommen – sehr zur Sorge von Brotkorbchefin Birgit Gursky und ihrem Team. Denn die als Kunden betroffenen Menschen mit Sozialpass brauchten gerade in dieser Zeit Unterstützung, die der „Brotkorb“ durch Lebensmittel ermöglicht. „Bei der letzten Sonderöffnung kamen weit über 50 Kunden, und das trotz diesem unregelmäßigen Termin“, erinnert sich die Chefin und bedauert, dass auch am darauf folgenden Donnerstag wieder Menschen – leider umsonst -vor dem Keller des Gemeindehauses warteten. „Wir durften aber nicht öffnen; schon die Vorbereitung der fertig gepackten Tüten ging an die Grenzen der erlaubten Zusammenarbeit mehrerer Menschen.“ Direkt vor oder nach dem letzten Schultag vor den Sommerferien wird es erneut eine Sonderöffnung geben, das ist beschlossen. Und nach den Ferien? „Da hoffen wir wieder regelmäßig öffnen zu können, allerdings wohl erst einmal weiter mit vorgepackten Taschen und mit einer Ausgabe im Freien.“

Und als wenn sie es geahnt hätte, fragte Birgit Gursky ihre derzeitigen ehrenamtlichen Mitarbeiter an, wer denn zur Wiedereröffnung dabei sei – und bekam zehn ausgesprochen bedauernde Absagen unter den rund 25 Helferinnen und Helfern. Allein vier der bisher acht Männer waren dabei, die überwiegend als Fahrer zur Abholung bereit gestanden hatten. „Es ist alles verständlich; Ali etwa hat jetzt eine volle Arbeitsstelle, das ist natürlich toll für ihn“, freut sich Birgit Gursky. Andere hatten Corona, einen Bandscheibenvorfall oder andere Beschwerden, auch bei den Frauen. Hauptgrund ist die hohe Altersgruppe der Helfenden: die meisten sind Mitte bis Ende 70; die Älteste, 1937 geboren, wird sich auch zurückziehen. „Unsere Jüngste derzeit ist Jahrgang 1978“, motiviert sie auch die jüngeren Jahrgänge. Gebraucht werden Menschen für alle Tätigkeiten, die rund um den Laden anfallen, am dringendsten wirklich Fahrer, die auch die etwas schwerere Arbeit des Kistentragens erledigen. Doch auch alle anderen Aufgaben brauchen Unterstützung: vom Sortieren der in den verschiedenen Läden abgeholten Waren über das Aussortieren nicht mehr verwendbarer Lebensmittel bis hin zum Packen der Tüten und schließlich zum Verkauf gegen einen obligatorischen Euro pro Tüte. „Und irgendwie hoffe ich ja auch, dass sich darunter vielleicht auch jemand findet, der mich später einmal in der Organisation und Leitung unterstützt und ablöst“, wünscht sich Birgit Gursky, auch wenn sie die Arbeit derzeit noch sehr gerne macht. „Ich habe gerade neun dicke Ordner von 2005 bis heute von meiner Vorgängerin Marita Weber hier im Wohnzimmer und arbeite mich da durch; zumindest die Statistiken werden wir aufbewahren.“ Ihre Vorfreude auf eine regelmäßige Wiederöffnung ist dennoch groß, und wer sie zumindest stundenweise in dem breiten Arbeitsspektrum unterstützen möchte, kann sich gerne melden bei Birgit Gursky, Telefon 06074 1597, bgursky@gmx.de, oder bei Pfarrer Oliver Mattes, Telefon 06074 61129, omattes@petruskirche-urberach.de

 

Christine Ziesecke


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