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Rödermärker Weidenkirche

Grünes Gotteshaus feiert 10. Geburtstag

Am 7. Juli sind wir in der Weidenkirche zu einer Andacht zusammen gekommen, um an ihr 10 jähriges Bestehen zu denken und es auch zu feiern. Christine Ziesecke befragte aus diesem Anlass einige langjährige Weidenkirchen-Helfer nach ihren nachhaltigsten Erinnerungen aus 10 Jahren Weidenkirche.

Frithjof Decker: "In Erinnerung bleibt mir der Schockmoment, als die ersten fast armstarken, kahlen und unbiegsamen Äste vom Kühkopf hier ankamen, die sich garantiert nicht biegen lassen würden - konnte das wohl jemals etwas werden? Wir haben sie dann erst einmal wochenlang gewässert…"

Klaus Büttner: "Als Gärtner erinnere ich mich intensiv daran, als wir zum ersten Mal die Zweige tatsächlich zusammengeführt haben. Und als nach dem ersten Aufräumen Frank Winter, bei dem wir einen großen Anhänger voll Grünschnitt abladen wollten, einfach sagte „Abladen!“ statt „Bezahlen!“

Gudrun Decker: "Unsere Enkelin Mia ist 2011 hier getauft worden – ein großes Erlebnis für mich. Außerdem freue ich mich jedes Mal, dass hier Menschen und Natur jenseits der Amtskirche verbunden sind."

Uschi Müller: "Ich bin seit fünf Jahren etwa dabei und staune jedes Jahr, dass trotz zu viel Trockenheit, zu viel Nässe, zu viel Hitze oder zu viel Kälte letztlich jedes Jahr hier wieder ein dichtes grünes Laubkleid entsteht."

Maria Becker:"Das Besondere an der Weidenkirche ist für mich, dass sich hier jeder mit seinen ihm eigenen Gaben einbringt, jeder wie er gerade kann, mit seiner Zeit und seinen Fähigkeiten. "

Weiter Prädikantin Kirsten Cammann, die die Jubiläumsandacht hielt:

Gudrun Decker hatte die Idee zur Weidenkirche. Klar doch, dass ihr Mann, unser damaliger Pfarrer Frithjof Decker, nun im Ruhestand, diese Idee schnellstens in die Tat umsetzen wollte.

Nun sollte den fleißigen Händen der 12 Arbeiter, die diese Weidenkirche gepflanzt haben, mal so richtig gedankt werden. Sie haben den Platz urbar gemacht und den ganzen verwachsenen Grund abgetragen. Als das Team vor 10 Jahren kleine Weidenstecklinge aus dem Naturschutzgebiet Kühkopf holen konnte, war es endlich so weit, dass man die Weidenkirche zu einem Rund formen konnte. Dann wurde Eimer für Eimer aus der Rodau geschöpft und die jungen Pflänzchen gewässert, immer wieder und wieder. Jahr für Jahr wurde die Weidenkirche gepflegt, gebunden, beschnitten. Wenn Sie, liebe Leser demnächst einmal in die Weidenkirche kommen oder an ihr vorbei radeln oder laufen, halten Sie doch bitte an und holen Sie ein paar Eimer Wasser. Die Weiden Schösslinge, die hier vor 10 Jahren gepflanzt wurden, waren zwar größer als ein Senfkorn im Gleichnis, aber auch sie mussten erst zu hohen Bäumen heranwachsen, die sich inzwischen zu einer Kuppel geschlossen haben.

Zu jeder Andacht oder Gottesdienst hier kommen viele Menschen aus unseren  5 Gemeinden. Sie alle tragen das Reich Gottes hinaus in die Welt, zu der auch Rödermark gehört

Zur musikalischen Umrahmung der Andacht, spielten 3 Gitarren und Flöte. Der Dekan unseres Dekanats Rodgau, Carsten Tag, schickte ein Grußwort. Gefeiert wurde mit Wein, spritzigen Getränken, tollen Kuchen und mit Wurst und Käse. Viele Hände zauberten ein richtig schönes  Dankefest. 


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