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Weltgebetstag 2021

Gottesdienste "auf dem Weg" und in den Kirchen

Als die Planungen für den diesjährigen Weltgebetstag begannen, war völlig unklar in welcher Form dieser gefeiert werden kann. Daher hat sich das ökumenische Team aus Frauen der katholischen und evangelischen Gemeinden in Ober-Roden und Urberach entschieden, neben den Gottesdiensten in der Kirche auch einen Gottesdienst im Freien zu planen.

Dieser fand zeitversetzt zu den Gottesdiensten in St. Gallus und St Nazarius in und um unsere schöne Weidenkirche statt. Dem Auftakt in der Weidenkirche mit einer Meditation zum Titelbild der in diesem Jahr von den Frauen aus Vanuatu gestalteten Gottesdienstordnung folgte ein kurzer „Pilgerspaziergang“. An sechs Stationen mit den Themen Bauen/Wohnen, Energie, Landwirtschaft/ Ernährung, Verkehr, Wald und Wasser ging es um das Thema Klimawandel, von dem der Südseestaat Vanuatu mit seinen 83 Inseln besonders betroffen ist, und darum, was wir tun können, um Gottes schöne Erde zu bewahren.

Zum Abschluss ging es wieder in die Weidenkirche. Hier erklang nach Vater unser und Segen, das bekannte Weltgebetstagslied „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“, in diesem Jahr als Sologesang.

Erika Neudert

Gottesdienst in der Kirche

Der diesjährige Weltgebetstag der Frauen wurde von den Frauen aus Vanuatu ausgearbeitet. Diese Inselgruppe im Pazifik wurde schon immer von Naturkatastrophen heimgesucht. Vulkanausbrüche  und das Versinken mit der Erdplatte haben allerdings nichts mit dem Klima zu tun.

Frauen aus den vier evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Rödermark haben sich gefunden, den  Weltgebetstags-Gottesdienst auch in diesen schwierigen Zeiten durchzuführen. Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt: eine zur Gestaltung eines Pilgerwegs entlang der Rodau und einer anderen, die Präsenz Gottesdienste in den Kirchen durchführen wollte. 

Corona bedingt haben wir uns für die Präsenz Gottesdienste dann noch in zwei Gruppen aufgeteilt, da ansonsten die Anzahl der Mitwirkenden zu groß geworden wäre. Wegen der Teilnehmerzahl entschieden wir uns für die Durchführung in den katholischen Kirchen, da diese deutlich größer sind als die evangelischen. 

Eine ökumenische Frauengruppe aus der St. Gallus und der Petrusgemeinde hat den Gottesdienst in Urberach gemeinsam vorbereitet, Corona-konform nur per Zoom. Aber trotzdem verlief die Zusammenarbeit reibungslos und angenehm. Wir sechs konnten gut miteinander arbeiten und haben einen wirklich vielschichtigen Gottesdienst entwickelt. 

Interessant bei den Weltgebetstagen ist für mich immer zu erfahren, wie die Menschen, und besonders die Frauen, in den jeweiligen Ländern leben. So auch in diesem Jahr. Die Bevölkerung hat sich vor einigen Jahren als Glücklichste der Welt bezeichnet, allerdings scheinen die Frauen dabei nicht gefragt worden zu sein. Vanuatu, ein tropisches Paradies, hat nämlich immense Probleme. Eine rasant wachsende Überbevölkerung mit all ihren Problemen, auch denen der Umweltverschmutzung. 

Die Frauen gestalten dort das Leben und sind für fast alles verantwortlich. Nahrung für die Familie, Kleidung, Bildung für Kinder, usw. Und die Männer? Die sind natürlich die Hauptpersonen und bestimmen, wo es lang geht. Aber solange in armen Ländern Schulgeld bezahlt werden muss, ist die Bildung der jüngeren Bevölkerung schwierig. 

Im Parlament von Vanuatu sind zur Zeit immer noch gar keine Frauen vertreten. Dies ist angesichts der Bedeutung der Frauen nicht nachvollziehbar. Auch Gewalt gegen Frauen spielt leider eine große Rolle. 

Fast 98 % der Bevölkerung sind Christen. So war der erste Staatschef ein Priester, der die Inselgruppe in die Unabhängigkeit von Groß Britannien und Frankreich führte. Dadurch sind die Kirchen  immer noch ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens. 

Da in diesem Jahr die Teilnehmerzahl der Gottesdienstbesucher/innen Corona bedingt nicht so hoch war wie in den vergangenen Jahren, fielen die Kollekten auch dementsprechend geringer aus. Dabei ist die Weltgebetstags Bewegung dringend auf Spenden angewiesen, um die so wichtigen Projekte zur Förderung von Frauen weiter fort zu führen. 

Helfen Sie dabei, dass Frauen in anderen Ländern auch eine Chance haben ihre Fähigkeiten zu entfalten und als wichtiger Teil der Gesellschaft wahr genommen zu werden. 

Gott sei mit Ihnen. 

Doris Huber

Überweisen Sie Ihre Spende an die offizielle Sammelstelle: Ev. Frauen in Hessen und Nassau e.V., Evangelische Bank eG, IBAN: DE14 5206 0410 0004 1007 19, BIC: GENODEF1EK1


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